Oggy heisst jetzt Pepper und entwickelt sich immer weiter

25.05.2021

Hallo zusammen,

die Zeit verging ja nun wie im Fluge und heute kommt mal wieder ein kleiner Gruß von Pepper.

Ich denke, es geht ihm rundherum gut. Er hat sich super eingelebt und ich bin selbst erstaunt wie schnell ich mein Leben wieder auf einen Hund ausgerichtet habe. 😊

Pepper geht noch immer gern ins Büro. Die Kollegen sind begeistert und spielen auch gern mit ihm. Mittlerweile hat er auch das ein oder andere Spielzeug. Sie müssen nur groß genug sein, dass man sie packen kann. Dann gibt er sie auch wieder her. Er liebt es durch unsere Lagerhalle zu rennen.

Die Arbeit am Gehorsam klappt auch recht gut. Wie heißt es so schön: In ablenkungsarmer Umgebung klappt es schon ganz gut. In 7 von 10 Fällen kommt er sofort auf Ruf zurück. Bei den restlichen Malen überlegt er erst oder schnüffelt erst nochmal zu Ende, bevor er dann irgendwann kommt.

Lockt allerdings eine Ablenkung, ist es damit gänzlich vorbei, aber das ist OK. Eile mit Weile. Er ist ja schließlich erst seit zwei Monaten bei mir. Die Schleppleine, die ihn noch immer absichert, stört ihn auch nicht. Hin und wieder, wenn ich das Umfeld überblicken kann, darf er auch frei laufen. Es ist eine Freude, ihn rennen zu sehen und man kann ihm dann seine Freude ihm Gesicht ablesen. Bis zum kompletten Freilauf wird es aber noch eine ganze Weile dauern. Er ist einfach noch zu ablenkbar. Völlig verständlicherweise, denn ich glaube, er holt gerade alles nach. 😊

Das Autofahren macht ihm mittlerweile nichts mehr aus. Er fährt gern mit und entspannt sogar im Auto. Manchmal legt er sich sogar hin. Manchmal legt er auch seinen Kopf auf die Rückbank und döst vor sich hin. Das kann ich dann im Rückspiegel sehen. Ein putziges Bild. Wir haben vor zwei Wochen Freunde besucht, die 1 Stunde weit weg wohnen. Die Fahrt war sehr entspannt. Somit bin ich optimistisch, dass er auch die Reise nach Dänemark ohne Probleme mitmachen würde. 😊

Ansonsten sehe ich zu, dass Pepper immer mehr kennenlernt. Es ist schon erstaunlich, welche alltäglichen Dinge, die für mich normal sind, für ihn noch immer unheimlich sind. Sperrmüll, der plötzlich am Straßenrand steht, eine Messstelle, die einfach so mitten in der Wiese steht, die Straßenbahn, die um die Ecke rumpelt. Aber bei aller Unsicherheit geht er tapfer mit mir hin und stellt sich „dem Ungeheuer“. 😊

So konnten wir mittlerweile auch gemeinsam Aufzug fahren. Meine Mutter wohnt im fünften Stock eines Hochhauses und wir haben sie besucht. Die erste Fahrt war sehr dramatisch, aber er hat mir vertraut und ist mit in die Kabine gestiegen. Die nächsten Fahrten wurden immer besser. Da wir das ganze Wochenende geblieben sind, hat er auch sogleich bei meiner Mutter übernachtet und so sind wir vorbereitet, falls er dort mal bleiben soll, wenn ich verhindert sein sollte.

Mit dem Schwimmen hat er es noch nicht, aber das Wasser zieht ihn magisch an. Er liebt es, irgendetwas aus dem Wasser zu holen. Meistens sind es Stöcke. Da kommt wohl der Retriever durch. 😉 Vor einer kleinen Weile ist er aus Versehen in die Sechs-Seen-Platte gefallen. Er ist beim Spielen einem anderen Hund ins Wasser gefolgt und hat verpasst, dass es plötzlich tief wurde. Mit großen Augen und entsetztem Gesichtsausdruck kam er wieder raus und schaute mich vorwurfsvoll an. Mit einem derart nassen Fell konnte er nun wirklich nicht mehr richtig laufen. Er schüttelte sich gefühlt 30 Mal, bis es für ihn „erträglich“ war. Abschließend hat er sich noch ordentlich an meiner Hose abgetrocknet und dann war alles wieder in Ordnung. Der Spaziergang konnte weitergehen.

Sein Umgang mit anderen Hunden ist übrigens weiterhin sehr freundlich und aufgeschlossen. Grundsätzlich will er immer Spielen, aber er merkt auch, wenn der andere nicht so richtig will und geht dann weiter. Natürlich nicht ohne noch eine sehnsüchtige Aufforderung hinterherzubellen. Mit dem ein oder anderen Rüden gab es schon kleine Konflikte. Die gehen aber weniger von ihm aus, als dass er lediglich reagiert und sich nichts bieten lässt. Natürlich lasse ich es nicht zu handfesten Geschichten kommen, auch wenn es mittlerweile leider viele Hundehalter gibt, die nicht mehr in der Lage sind, die Sprache ihres eigenen Hundes zu lesen und nahende Konflikte vorherzusehen. Nicht selten höre ich wieder den Spruch „Das machen die schon unter sich aus.“ oder „Da muss der jetzt durch.“  Ich persönlich möchte nicht, dass mein Hund etwas alleine ausmacht oder durch etwas durch muss, was ihm nicht zuträglich ist.

In den Genuss einer Massage bei meiner Hundephysio ist Pepper auch schon gekommen. Ich finde es wichtig, dass er dies kennenlernt, denn wenn so etwas eventuell mal nötig wird und vielleicht auch ein bisschen unangenehm sein könnte, dann kennt er das Prozedere schon und weiß, dass es ihm danach besser geht. Da er sich ja oftmals mit vollem Einsatz in die Leine wirft, konnte die Physio auch schon die ein oder andere Verspannung behandeln. 😉 Genossen hat er die Massage aber glaube ich nicht wirklich. Er wollte lieber spielen und nicht einfach nur daliegen und sich durchkneten lassen. 😊

Das Google-Fotoalbum ist wie versprochen weiterhin aktiv und wächst langsam, aber stetig um den ein oder anderen Beitrag: https://photos.app.goo.gl/ny9cSuNHStWoQ8PUA

Viele Grüße aus Mülheim und bis zum nächsten Mal.

Melissa S. & Pepper

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Das sind sehr gute Nachrichten.

Euer Tierheimteam